| Martini, Padre Giambattista |
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Biographie
Giovanni Battista Martini oder Giambattista Martini, genannt Padre Martini wurde am 24. April 1706 in Bologna geboren. Er war ein italienischer Komponist und Musiktheoretiker. Seinen ersten Musikunterricht erhielt er durch seinen Vater, einem Violinisten. Später lehrte ihn Padre Pradieri Cembalo; Kontrapunkt lernte er bei Giovanni Antonio Riccieri. 1722 trat er in den Minoritenorden ein. Er unternahm zu seiner Ausbildung große Reisen und widmete sich dann ausschließlich der Musik. 1725 wurde er Kapellmeister der Franziskanerkirche in Bologna, wo er mit seinen Kompositionen die Aufmerksamkeit auf sich zog. Er gründete hier eine Musikschule, die nach seinem Tod von seinem Schüler Mattei bis ins 19. Jahrhundert fortgeführt wurde und viele namhafte Künstler Italiens und des Auslands ausgebildet hat. Als Lehrer bevorzugte er die alte römische Kompositions-Tradition. Er war ein bedeutender Pädagoge und Musiktheoretiker, der eine Bibliothek von rund 15.000 Bänden besaß und in musikalischen Fragen als höchste Instanz galt, weshalb sein Rat in vielen Streitfragen beigezogen wurde. Johann Christian Bach gehörte zu seinen Schülern. Der junge Wolfgang Amadeus Mozart ließ sich auf seiner ersten Italienreise von ihm in Kontrapunkt unterweisen. Auch andere Komponisten suchten Martinis Rat, wie Giovanni Battista Cirri, Vicente Martín y Soler, Christoph Willibald Gluck, Niccolò Jommelli, André Grétry und weitere. Martini schrieb bedeutende Werke über Musik und stand mit den namhaftesten Musikern und Gelehrten aus ganz Europa in Korrespondenz. Von seinen Kompositionen hört man gelegentlich das Flötenkonzert G-Dur. Padre Giambattista Martini starb am 3. August 1784 in Bologna.
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