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Schütz, Heinrich PDF Drucken E-Mail

Schütz, Heinrich

 

Biographie

 

Heinrich Schütz wurde am 8. Oktober 1585 in Köstritz geboren. Er war ein Komponist des Frühbarocks. Heinrich Schütz gilt als der erste deutsche Musiker von europäischem Rang. Nach Jugendjahren in Weißenfels (Sachsen) erhielt er eine umfassende Schulbildung auf dem "Mauritianum" des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel und begann 1608 ein Jurastudium in Marburg, das er 1609 abbrach, um mit Unterstützung des Landgrafen in Venedig bei dem San-Marco-Organisten Giovanni Gabrieli Musik zu studieren. Sein "Gesellenstück" waren die „Italienischen Madrigale“, die er 1611 als Opus 1 in Venedig im Druck herausgab. 1613 kehrte Schütz nach Kassel zurück, wurde aber schon zwei Jahre später vom Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen als "Organist und Director der Musica" an den Dresdner Hof "abgeworben", wo er seit 1617 bis zu seinem Tod das Amt des Hofkapellmeisters innehatte (seit 1656 unter Kurfürst Johann Georg II.). In den Jahren bis 1631, in denen der Dreißigjährige Krieg Sachsen noch nicht erreicht hatte, entstanden bedeutsame großdimensionierte Werke mit opulenter Chor- und Instrumentalbesetzung: die 1619 gedruckten „Psalmen Davids“, die „Auferstehungshistorie“ (1623), die lateinischen „Cantiones Sacrae“ (1625), der „Psalter“ auf die Psalmnachdichtungen des Leipziger Theologieprofessors Cornelius Becker (1628), der erste Teil der „Symphoniae Sacrae“, die er während seiner zweiten Italienreise 1629 in Venedig drucken ließ. Außer diesen Druck-Sammlungen komponierte Schütz zahlreiche weitere Einzelwerke, die zum Teil erhalten, zum größten Teil aber verlorengegangen sind. In den entbehrungsreichen Jahren der dritten Phase des Dreißigjährigen Krieges, entstanden außer den Kleinen geistlichen Konzerten (gedruckt 1636 und 1639) auch die „Musikalischen Exequien“ (gedruckt 1636) für Heinrich Posthumus Reuß in Gera, Schützens Landesherr im engeren Sinn – eine kompositorisch wie in ihrer Textkonzeption außergewöhnliche Sepulkralmusik. Schütz hielt sich zweimal am Hof des dänischen Königs in Kopenhagen auf (1633-35 und 1642-44). Seiner zweiten Reise verdanken wir den zweiten Teil der Symphoniae Sacrae, der im Unterschied zu den lateinischen des ersten Teils solistische Konzerte mit obligaten Instrumenten auf deutsche Bibeltexte beinhaltet (gedruckt 1647). Trotz des Niedergangs der kursächsischen Hofkapelle entstanden weitere Sammlungen, die den Höhepunkt von Schütz‘ Ansehen in Deutschland und Nordeuropa markierten: die Motettensammlung Geistliche Chormusik (Dresden 1648) und der wieder deutsch textierte dritte Teil der Symphoniae Sacrae (1650), mit dem er seine Kapellmeisterlaufbahn abzuschließen beabsichtigte. Dies war ihm jedoch nicht vergönnt; erst unter dem jungen Kurfürsten Johann Georg II. wurde er in den lange erbetenen Ruhestand versetzt. Das eindrucksvolle Alterswerk des Komponisten beginnt mit der „Weihnachtshistorie“ (1660, gedruckt 1664); darauf folgen die“ Sieben Worte“ (wahrscheinlich um 1662), die drei A-cappella-Passionen nach Lukas, Johannes und Matthäus (1665/66) und 1671, ein Jahr vor seinem Tod, sein "Schwanengesang", ein umfangreicher doppelchöriger Motettenzyklus über Psalm 100 und 119 mit deutschem „Magnificat“, womit er sein kompositorisches Werk abschloss. Heinrich Schütz starb am 6. November 1672 in Dresden.

 

 

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Autograph

 

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