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Gabrieli, Giovanni PDF Drucken E-Mail

Gabrieli, Giovanni

 

Biographie

 

Giovanni Gabrieli wurde zwischen 1554 und 1557 in Venedig geboren. Er war ein italienischer Komponist. Giovanni Gabrieli studierte bei seinem Onkel, dem Komponisten Andrea Gabrieli und bei Orlando di Lasso während dessen Zeit in München. Er wurde 1584 oder 1585 2. Organist an der Kirche San Marco (Markuskirche) in Venedig und übernahm nach dem Tod seines Onkels 1586 auch dessen Position als Komponist und Hauptorganist. San Marco war eine der führenden musikalischen Institutionen der damaligen Zeit, und Gabrielis Tätigkeit dort machte ihn zu einem der bedeutendsten Komponisten Europas. Wie andere Komponisten vor ihm nutzte er die besonderen Gegebenheiten der Kirche mit ihren zwei gegenüberliegenden Galerien, um ungewöhnliche räumliche Effekte zu schaffen. So sind etliche seiner Werke so gestaltet, dass der linke Chor eröffnet und der rechte Chor anschließend erwidert („cori spezzati“, vgl. Venezianische Mehrchörigkeit). Gabrieli gilt als wichtige musikalische Persönlichkeiten am Übergang von der Renaissance hin zum Barock. Seine Arbeiten machen bereits früh Gebrauch des Basso Continuos und in der „Sonata pian e forte“ finden sich einige der frühesten dynamischen Kennzeichnungen (d.h. Markierungen zum jeweiligen Einsatz von Lautstärke in der Musik). Namhafte Komponisten wie Michael Praetorius und insbesondere Heinrich Schütz waren Schüler Gabrielis. Von seinen Arbeiten erschienen die ersten in einer 1575 zu Venedig herausgekommenen Sammlung, weitere in der 1587 ebenfalls in Venedig von ihm veröffentlichten Sammlung von Gesängen seines Onkels Andrea Gabrieli. Zwischen 1593 und 1595 veröffentlichte er drei Sammlungen von Orgelstücken („Intonazioni e ricercari“). Die berühmteste Sammlung ist jedoch "Canzon Septimi Octavi Toni à 12". Giovanni Gabrieli starb am 12. August 1612 in Venedig.

 

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