| Bodenschatz, Erhard |
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Biographie
Erhard Bodenschatz wurde im Jahre 1576 in Lichtenberg bei Hof im Vogtland geboren. Er war ein deutscher Pastor, Kantor und Komponist. Bodenschatz kam 1586 als Sängerknabe und Alumnus nach Dresden in die kurfürstliche Kantorei und wurde 1591 Schüler des berühmten Gymnasiums Schulpforta bei Naumburg (Saale), wo der spätere Thomaskantor Seth Calvisius sein Musiklehrer war. Seit 1595 studierte Bodenschatz in Leipzig und promovierte dort 1596 zum Baccalaureus artium und 1600 zum Magister. Er wurde 1600 Kantor in Schulpforta und wirkte als Pfarrer seit 1603 in Rehhausen bei Bad Sulza (Thüringen) und seit 1608 in Groß-Osterhausen. Er komponierte zahlreiche Motetten. Bodenschatz ist bekannt als Herausgeber des »Florilegium Portense«, des letzten und berühmtesten Sammelwerks der deutschen und italienischen Motettenliteratur. Sie enthält in zwei Teilen, erschienen in Leipzig 1618 und 1621, 365 Motetten von 58 Komponisten und gibt einen guten Einblick in das Kantorei-Repertoire im 17. Jahrhundert im thüringisch-sächsischen Raum. Bis zum Ausgang des Barockzeitalters wurde das Werk an den evangelischen Schulen und Kirchen in Nord- und Mitteldeutschland benutzt. Noch Johann Sebastian Bach ließ als Thomaskantor neue Exemplare für die Thomas- und Nikolaikirche in Leipzig anschaffen. Erhard Bodenschatz starb im Jahre 1636 in Groß-Osterhausen bei Querfurt in Thüringen.
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Autograph
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