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Brahms, Johannes PDF Drucken E-Mail

Brahms, Johannes

 

Biographie

 

Am 7. Mai 1833 wurde Johannes Brahms als zweites Kind von Johanna Henrika Christiana Nissen und Johann Jakob Brahms in Hamburg geboren. 1840 erhielt er seinen ersten Klavierunterricht bei Otto Willibald Cossel und Eduard Marxsen, bei dem er auch Unterricht in Musiktheorie und Komposition erhielt. Am 21. September 1848 spielte er sein erstes eigenes Konzert in Hamburg. Nun begann er, sich mit Volksliedern zu beschäftigen.

Im Jahre 1849 kam der ungarische Geiger Eduard Reményi, mit der Emigrantenwelle nach dem Zusammenbruch des Ungarnaufstandes, nach Hamburg. 1851 komponierte Brahms die erste erhaltene Komposition, das Scherzo op.4 in es-moll. Zwei Jahre später unternahm er die erste Konzertreise mit Ed.Reményi: Brahms lernte dabei auch Joseph Joachim und Clara Schumann kennen, ebenso Franz Liszt. Im Jahre 1857 ging Brahms an den Hof von Detmold und sammelte erste Erfahrungen als Chordirigent, 1859 gründete er seinen Hamburger Frauenchor. 1862 unternahm er die erste Reise nach Wien und wurde 1863 Leiter der Wiener Singakademie. Ein Jahr später verbringt er den Sommer in Baden-Baden. 1865 starb seine Mutter. Danach begannen seine Virtuosenreisen in Deutschland und der Schweiz. Im Jahre 1866 bezog Brahms eine Sommerwohnung in Fluntern bei Zürich, dort lernte Theodor Kirchner und Gottfried Keller kennen. Im folgenden Jahr konzertierte er in Österrich und reiste mit seinem Vater durch das Salzkammergut.

1871 konnte Brahms von Freunden daran gehindert werden im Deutsch-Französischen Krieg einzurücken. 1872 wurde er Leiter der Singakademie der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, außerdem starb sein Vater. 1875 wurde Brahms Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde, 1877 vollendete er seine Erste Symphonie op. 68 und komponierte seine Zweite Symphonie. Ferner lernte Brahms Antonin Dvorak kennen, den er sehr förderte. Brahms unternahm nun eine Konzertreise in Holland und seine erste Reise nach Italien mit Billroth. Im Jahre 1879 wurde Brahms Ehrendoktor der Universität Breslau. 1880, im Sommer, fuhr er zum ersten Mal nach Ischl. Dort komponierte er die Akademischen Festouvertüre op.80 und die Tragische Ouvertüre op.81. In den nächsten Jahren komponierte er das Zweite Klavierkonzert op. 83 (1881), die Nänie op. 82, die Dritte Symphonie op.90 (1883) und die Vierte Symphonie (1885). Bei der Uraufführung der Symphonie in Meiningen traf er Richard Strauss. 1886 wurde Brahms Ehrenpräsident des Wiener Tonkünstlervereines. Den Sommer im selben Jahr verbrachte Brahms am Thuner See in der Schweiz, dort traf er häufig den Schriftsteller Josef Vikor Widmann. In diesem Jahr starb sein Bruder Fritz Brahms. 1887 unternahm er eine Italienreise mit Kirchner und Simrock, 1888 triaf er Grieg und Tschaikovskij in Leipzig, außerdem unternahm er eine Italienreise mit Josef Viktor Widmann. Im Jahre 1889 wurde Brahms Ehrenbürger der Stadt Hamburg. Während des Sommers in Ischl erhielt er den Leopolds-Orden vom Kaiser Franz Joseph I. 1891 verfasste er das Ischler Testament in Form eines Briefes an Simrock. In Ischl begegnete er Richard Mühlfeld, wodurch Brahms zur Komposition des Klarinettentrios op.114 und des Klarinettenquintetts op.115 angeregt wurd. 1892 starb seine Schwester Elise Grund. Die letzten Sommer verbrachte Brahms in Ischl, wo er die Klavierstücke op. 118 und op. 119 komponierte. 1894 starb Billroth, 1895 dirigerte Brahms in Wien zum letzten Mal. Im Jahre 1896 starb Clara Schumann. Johannes Brahms starb am 3. April 1897 in Wien.

 

 

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