| Kreutzer, Conradin |
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Biographie
Conradin Kreutzer wurde am 22. November 1780 in der Thalmühle bei Meßkirch im Fürstentum Fürstenberg geboren. Er war ein deutscher Musiker, Dirigent und Komponist und wie Albert Lortzing oder Louis Spohr ein typischer Vertreter der Frühromantik und des musikalischen Biedermeier. Sein bis heute bekanntestes Werk ist die Oper „Das Nachtlager in Granada“. Conradin Kreutzer kam 1789 in die Lateinschule der Benediktinerabtei Zwiefalten und wechselte dann 1796 wegen der Kriegswirren in die Prämonstratenserabtei Schussenried. Ab 1799 studierte er an der Universität Freiburg auf Wunsch seines Vaters Jura. Nachdem sein Vater 1800 gestorben war, begann er seine musikalische Karriere. Er hatte bereits während seiner Schulzeit neben Klavier und Orgel auch Klarinette, Oboe und Violine zu spielen gelernt und wurde auch durch Unterricht in Gesang und Musiktheorie gefördert. Bereits in seiner Freiburger Zeit komponierte er eine kleine einaktige Oper mit dem Titel „Die lächerliche Werbung“, die er dann zusammen mit Studienkollegen aufführte. Über seinen Verbleib zwischen 1801 und 1804 ist nicht viel bekannt, er soll sich in dieser Zeit in der weiteren Umgebung seiner Heimatstadt Meßkirch, in der Schweiz und in Konstanz aufgehalten haben. 1804 zog er nach Wien, wo er Kompositionsschüler von Johann Georg Albrechtsberger, einem der Lehrer Beethovens, wurde. Durch eine Aufführung von Salieris Oper Palmira, Regina di Persia fühlte er sich zum Theaterkomponisten berufen. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich in Wien zunächst als Musiklehrer. In den Jahren von 1810 bis 1812 reiste er als Klaviervirtuose durch Europa, unter anderem auch als Klavierbegleiter von Franz Leppich, dem Erfinder des Panmelodicon, eines halbmechanischen Instruments. In dieser Zeit schrieb er unter anderem auch die Oper Konradin von Schwaben, die 1812 in Stuttgart erstmals aufgeführt wurde. Daraufhin bekam er als Nachfolger von Franz Danzi die Stelle als Hofkapellmeister in Stuttgart, die er bis 1816 innehatte. Zwischen 1818 und 1822 hatte er die gleiche Position beim Fürsten von Fürstenberg in Donaueschingen, suchte aber wegen starker Isolation in der weit abgelegenen Provinz auf der Baar bald nach einer anderen Anstellung. Nachdem seine Oper Libussa im Dezember 1822 am Kärntnertortheater in Wien mit großem Erfolg erstmals aufgeführt worden war, erhielt er dort die Stelle eines Kapellmeisters, die er bis 1827 bekleidete. Nach einem Zwischenaufenthalt in Paris wurde er 1829 nochmals Kapellmeister an diesem Haus und wechselte 1832 an das Theater in der Josefstadt, wo er bis 1840 blieb. In diese Zeit fallen seine besten musikalisch-dramatischen Produktionen, wie Melusine (1833, Erstaufführung in Berlin), Das Nachtlager in Granada (1834) und die Musik zu Raimunds Der Verschwender. Kreutzer verließ 1840 Wien und begleitete seine ältere Tochter Cäcilie, eine Sängerin, auf deren Konzerttournee. Seine letzte feste Stelle hatte er in den Jahren von 1840 bis 1841 als städtischer Musikdirektor in Köln. Seinem unsteten Charakter entsprechend suchte er auch in dieser Zeit nach einer anderen Anstellung, so unter anderem in Belgien und in Paris, blieb dabei aber ohne Erfolg. 1845 verließ er seine Stelle in Köln und begleitete diesmal seine jüngere Tochter Marie, die ebenfalls Sängerin war, auf deren Konzertreise. Er hielt sich in dieser Zeit in verschiedenen Städten auf, so unter anderem in Frankfurt (Oder), Graz, Detmold und Riga. Nachdem er dort von der Entlassung seiner Tochter wegen einer misslungenen Aufführung erfahren hatte, erlitt er einen Hirnschlag und starb wenige Tage später. Conradin Kreutzer starb am 14. Dezember 1849 in Riga.
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