| Rathgeber, Valentin |
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Biographie
Valentin Rathgeber wurde am 3. April 1682 in Oberelsbach geboren. Er war ein deutscher Komponist, Organist und Chorleiter des Barock. Durch seinen Vater, einen Organisten, erhielt er den ersten Musikunterricht. Anfang des 18. Jahrhunderts begann er ein Studium an der Universität Würzburg; anfangs in den Fächern Rhetorik, Mathematik sowie Rechtswissenschaften, später wechselte er jedoch die Studienrichtung und setzte sein Studium im Fach Theologie fort. Seine erste Stellung trat er als Erzieher am Juliusspital in Würzburg an. Im Jahre 1707 übernahm er die Stelle des Musikers und Kammerdieners beim Abt des Klosters Banz, Kilian Düring. Kurze Zeit später trat er dort in den Benediktinerorden ein und erhielt 1711 die Priesterweihe. Seitdem war er als Organist, Chorleiter und Prediger am Kloster tätig. In den Jahren 1729 bis 1738 unternahm er eine unerlaubte Studienreise, nachdem seine Bitte, sich im Rahmen einer solchen über die Neuerungen auf musikalischem Gebiet vertraut machen zu dürfen, vom Abt des Klosters abgelehnt wurde. Dokumentierte Stationen dieser Reise waren unter anderem Mainz, Bonn, Köln, Trier, Stuttgart, Regensburg, die Schweiz sowie Wien und die Steiermark. Kompositionen aus dieser Zeit widmete Rathgeber vorrangig seinen jeweiligen Gastgebern. Im Jahre 1738 kehrte er wieder in das Kloster Banz zurück. Die Folge seines unerlaubten Verlassens war ein Aufenthalt im Karzer. Kurze Zeit später, nach Erneuerung des Gelübdes, durfte er wieder seine alten Ämter wahrnehmen. Im Kloster Banz lebte er bis zu seinem Tode. Er starb 1750, vermutlich an der Gicht. Valentin Rathgeber war ein sehr vielseitiger und produktiver Komponist und einer der beliebtesten und angesehensten Komponisten im süddeutschen Raum. Er schuf sowohl weltliche als auch geistliche Werke, wobei der Großteil seiner Kompositionen geistliche Vokalwerke sind. Die Anzahl seiner Werke geht in die Hunderte. Es sind vor allem Messen, Hymnen, Arien, Litaneien, Requien, Magnificate, Offertorien sowie Instrumentalkonzerte und Gesänge. Valentin Rathgeber starb am 2. Juni 1750 im Kloster Banz.
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