| Alfvén, Hugo |
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Hugo Alfvén wurde 1872 in Stockholm, Schweden geboren. 1887 bis 1891 studierte er am Stockholmer Konservatorium, unter anderem bei Johan Lindegren. Anschließend setzte er seine Studien in den Bereichen Violine und Komposition privat fort. 1890 bis 1892 war er Violinist an der Hofkapelle (the Swedish court orchestra) und trat ebenso solistisch auf. 1897 und 1898 erhielt er Violinunterricht bei César Thomson in Brüssel. In den folgenden Jahren konnte er dank eines Stipendiums durch Europa reisen und dort seine Studien fortsetzen. In den Jahren 1903 und 1904 war er vorübergehend Kompositionslehrer am Stockholmer Konservatorium. Hugo Alfvén reiste als Gastdirigent durch viele europäische Länder. Als Dirigent führte er vorwiegend eigene Werke auf. 1910 bis 1939 war Alfvén Musikdirektor an der Universität in Uppsala. Auch als Chorleiter war er sehr aktiv: sowohl in Uppsala mit dem schwedischen Männerchor Orphei Drängar, als auch in Dalarna, wo er die Leitung des Siljanschores übernahm. Für den Siljanschor arrangierte Alfvén schwedische Volkslieder, schrieb aber auch neue Kompositionen mit Anklängen an die schwedische Volksmusik. Mit beiden Chören unternahm er erfolgreiche Tourneen im In- und Ausland (Norwegen, USA). Alfvén, der als schwedischer Nationalkomponist angesehen wurde, wurde vielfach geehrt: er erhielt 1917 unter anderem die Ehrendoktorwürde der Universität Uppsala, 1908 wurde er Mitglied der Königlichen Musikakademie in Stockholm. Neben seiner musikalischen Begabung besaß er auch ein großes Talent als Maler, das er in seiner Jugend am Konservatorium ausgebaut hatte. Erhalten sind zahlreiche Aquarelle mit Landschaftsdarstellungen, einzelne Porträts und Selbstporträts. Hugo Alfvén war zudem ein begabter Erzähler: Er veröffentlichte selbst seine Memoiren in vier Bänden, die in flüssigem Stil von seinen zahlreichen Reisen und Abenteuern erzählen. Er starb im Jahre 1960.
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