| Dowland, John |
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Biographie
John Dowland wurde im Jahre 1563 in London geboren. Er war ein englischer Komponist des elisabethanischen Zeitalters, das der Renaissance zuzurechnen ist. Von 1579 bis 1584 stand Dowland im Dienst Sir Henry Cobhams, des englischen Gesandten in Paris, und seines Nachfolgers Sir Edward Stafford, 3. Herzog von Buckingham. Nachdem er sich 1594 erfolglos als Nachfolger des königlichen Lautenisten John Johnson beworben hatte, begab er sich auf eine einjährige Auslandsreise und hielt sich zunächst am Hof des Herzogs von Braunschweig in Wolfenbüttel und des Landgrafen Moritz von Hessen in Kassel auf. Anschließend ging er nach Italien und erreichte Florenz. Als er hier vom Plan einer Gruppe englischer Exilanten erfuhr, ein Attentat auf Königin Elisabeth I. zu begehen, reiste er bestürzt nach Nürnberg zurück. Ende 1596 oder anfangs 1597 kehrte er nach London zurück, wiederum in der Hoffnung, als Hoflautenist angestellt zu werden. Doch seine Erwartungen zerschlugen sich abermals, da sein Freund und Gönner Henry Noel verstarb, kurz nachdem er Dowland in einem Brief um seine Rückkehr nach England gebeten hatte. Dowlands nächster Auslandaufenthalt führte ihn nach Dänemark, wo er von 1598 bis 1606 Lautenist am Hof König Christians IV. von Dänemark war. Nach seiner Entlassung kehrte er nach England zurück und war einige Jahre bei einem Höfling namens Theophilus Howard, Lord Walden angestellt. Schließlich erhielt er am 28. Oktober 1612 den jahrelang begehrten Posten als Musician for the lute am königlichen Hof in England, schrieb aber nach diesem beruflichen Erfolg fast keine Kompositionen mehr. Als sein bedeutendstes Lautenlied gilt „In darknesse let mee dwell“, das 1610 publiziert wurde. Dowlands musikalisches Werk umfasst Lautenlieder, Werke für Laute solo und Werke für Gambenconsort mit Lautenbegleitung. Dowlands Lieder behandeln ganz verschiedene Themen. Musikalisch handelt es sich vorwiegend um Strophenlieder, seltener finden sich auch durchkomponierte Stücke. Die Begleitung ist weitgehend homophon, jedoch bereichert durch zahlreiche Verzierungen. Einige Lieder, etwa das berühmte Lied "Flow My Tears" oder "Oh, sweet woods", enthalten aber auch polyphon durchkomponierte Passagen, wobei die Polyphonie sich in den Grenzen des auf der Laute spieltechnisch Machbaren bewegt. Die Textdeklamation bleibt durchgehend deutlich, Verzierungen werden als Ausdruckselemente eingesetzt. Von besonderer Bedeutung sind Dowlands Instrumentalwerke. Seine Kompositionen für Gambenconsort mit Lautenbegleitung markieren in der europäischen Musikgeschichte einen ersten Höhepunkt der Entwicklung zu einer selbständigen Instrumentalmusik. Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang vor allem sieben Variationen über das Thema der Lachrimae Pavane (ursprünglich eine Komposition für Laute solo, später zum Lied "Flow My Tears" und zu den genannten Kompositionen für Gambenconsort ausgearbeitet) und die Consortfassung der Lautenkomposition "Semper Dowland, Semper Dolens." In beiden Stücken wird die oft melancholische Stimmung der Werke Dowlands besonders deutlich, musikalisch hervorgehoben durch eine vergleichsweise farben- und dissonanzenreiche Harmonik. Von Dowland sind etwa 100 Kompositionen für Laute solo erhalten. Sie gehören zu den anspruchsvollsten und ausgereiftesten Werken für dieses Instrument und zählen heute zum festen Repertoire nahezu aller Lautenisten und klassischer Gitarristen. John Dowland wurde am 20. Februar 1626 in St Anne, Blackfriars, London begraben.
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