| Hakenberger, Andreas |
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Biographie
Andreas Hakenberger wurde 1574 in Koszalin geboren. Über seine Jugendjahre ist nicht viel bekannt. Historiker vermuten, dass er seine Ausbildung in Danzig bei Johann Wanning erhielt. Ab 1602 war Hakenberger vermutlich Komponist, Lautenspieler und Sänger in der polnischen königlichen Kapelle. 1607 bewarb er sich als Kapellmeister in der Marienkirche in Danzig, 1608 bekam er die Stelle. Hakenberger schrieb religiöse und weltliche Werke; erstere überwiegen. Das erste überlieferte Werk ist die fünfstimmige Motette „In die Magna“, 1604 in Krakau in einer Sammlung von Wincenty Lilius veröffentlicht. In Danzig wurde, 1610, seine Madrigalsammlung „Neue deutsche Gesänge“ für fünf- und achtstimmigen Chor veröffentlicht. Da die Texte auf Deutsch waren, konnte sich dieses damals einzige Madrigalwerk in Polen nicht etablieren. 1612 wurde seine heute verschollene Sammlung von Motetten „Odaria Suavissima“ herausgegeben. Die wichtigsten Werke in seinem künstlerischen Schaffen sind: die Motettensammlung „Sacri modulorum concentus, de festis solennibus totius anni et de tempore“ (1615), bestehend aus 41 Stücken – dem Bischof Wawrzyniec Gembicki gewidmet – und „Harmonia sacra in qua motectae“ (1617), bestehend aus 21 achtstimmigen Motetten – dem König Zygmunt III. Waza gewidmet. Für beide Sammlungen verwendete Hakenberger religiöse lateinische Texte. Die meisten seiner Stücke benutzen die Mehrchörigkeit „cori spezzati“, die zu damaliger Zeit Mode war. Am Ende seines Lebens hatte Andreas Hakenberger finanzielle Probleme und starb am 5. Juni 1627 in Danzig. Sein Leichnam wurde in der St. Nikolaus Kirche begraben. Die Werke von Andreas Hakenberger sind mittlerweile weltweit bekannt. Neben den großen Komponisten seiner Zeit hatte er es aber schwer.
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Autograph
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