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Humperdinck, Engelbert PDF Imprimer E-mail
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Humperdinck, Engelbert

 

Biographie

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Engelbert Humperdinck wurde am 1. September 1854 als Sohn eines Gymnasiallehrers und einer Kantorentochter in Siegburg geboren. Er war ein deutscher Komponist der Spätromantik. Nach seinem Abitur am Paderborner Gymnasium Theodorianum studierte er ab 1872 Musik am Kölner Konservatorium. Für kurze Zeit arbeitete er als Kapellmeister am Kölner Stadttheater. Er überwarf sich aber mit der Leitung des Theaters und ging nach München, wo er ab 1876 weiter Musik studierte. Humperdinck war als Student sehr erfolgreich. 1876 gewann er den Mozartpreis der Stadt Frankfurt am Main, 1879 wurde ihm als erstem der Mendelssohnpreis der Felix-Mendelssohn-Stiftung in Berlin verliehen und 1881 dort auch der Meyerbeerpreis. Von 1880 bis 1882 war er Mitarbeiter von Richard Wagner in Bayreuth. Nach Wagners Tod wirkte er noch bis 1894 als musikalischer Assistent bei den Bayreuther Festspielen mit. Er unterrichtete auch Wagners Sohn Siegfried in Kompositionslehre. 1884 bot ihm Franz Wüllner erneut eine Lehrerstelle im Kölner Konservatorium an. Humperdinck nahm an und führte darauf im Festsaal Gürzenich sein Chorwerk der Heine-Ballade „Die Wallfahrt nach Kevlaar“ auf. Ab Ende 1885 war er Kompositionslehrer des Konservatoriums in Barcelona und ab 1888 arbeitete er als Lektor im Musikverlag B. Schott’s Söhne in Mainz. 1890 ging er als Lehrer an das Hoch’sche Konservatorium in Frankfurt am Main (bis 1897) und war Opernreferent der Frankfurter Zeitung. 1897 zog er nach Boppard am Rhein, 1901 nach Berlin, wo er von 1900 bis 1920 die Meisterklasse für Komposition an der Akademie der Künste leitete und Professor des Berliner Stern’schen Konservatoriums war. In Erscheinung trat er auch als Bearbeiter von Volksliedern für das so genannte Kaiserliederbuch, zunächst für das 1906 veröffentlichte Volksliederbuch für Männerchor. 1909 war er Herausgeber von „Sang und Klang fürs Kinderherz, eine Sammlung der schönsten Kinderlieder“, illustriert von Paul Hey. Humperdinck war im September 1921 nach Neustrelitz gereist, um im dortigen Theater die Proben und die Premiere des Freischütz zu erleben, die sein Sohn Wolfram dort inszenierte. Hier starb er überraschend an den Folgen eines Schlaganfalls. Das Grab Engelbert Humperdincks befindet sich auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf bei Berlin.

Seine am 23. Dezember 1893 erstmals in Weimar aufgeführte Oper Hänsel und Gretel wurde zum Welterfolg und brachte ihm Ruhm und finanzielle Unabhängigkeit. Die Uraufführung fand unter der Leitung von Richard Strauss statt. Einige der darin enthaltenen Melodien (Brüderchen, komm tanz mit mir) wurden mit der Oper zu wahren Volksliedern; in anderen Fällen (Ein Männlein steht im Walde, Suse liebe Suse, was raschelt im Stroh) griff Humperdinck kunstvoll bestehende Weisen auf. Auch sein übriges Werk zeichnet sich durch eine vom Volkslied inspirierte Melodie aus. Humperdinck schuf sechs Opern, sein Gesamtwerk umfasst 170 Kompositionen, die im Engelbert-Humperdinck-Werkverzeichnis (EHWV) hg. von seiner Enkelin Dr. Eva Humperdinck, dokumentiert sind. Engelbert Humperdinck starb am 27. September 1921 in Neustrelitz.

 

Am 9. September 2004 ehrte ihn die Deutsche Post anlässlich seines 150. Geburtstages mit einer eigenen Briefmarke zu 45 Eurocent (Michel Nr. 2420). Humperdincks Geburtsstadt Siegburg veranstaltete zum Jubiläum eine Festwoche mit Vorträgen und Konzerten sowie der Publikation einer wissenschaftlichen Festschrift über Humperdincks Oper „Königskinder“.

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